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Mario Barth deckt auf | RTL | 12.11.2014, 20:15 Uhr

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Pressestimmen zu „Kabarett aus Franken“

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Aus Franken für alle – Neustart der BR-Kabarettsendung mit großem Ziel

Nürnberger Nachrichten | Von Hans-Peter Kastenhuber | 9. Oktober 2014
Nürnberg – Ingo Appelt, das böse Ruhrpott-Schandmaul, tritt als neuer Moderator von „Kabarett aus Franken “ an – und schlägt sich überraschend gut.
Kann das gehen? Ingo Appelt, der Mann mit der mephistophelischen Stirnlocke, das böse Ruhrpott-Schandmaul als Moderator von „Kabarett aus Franken “? Heute Abend kann man sich ab 21 Uhr im Bayerischen Fernsehen davon überzeugen: Doch das geht. Der Personalwechsel tut der seit 14 Jahren ausgestrahlten Sendung sogar recht gut.
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Kann Appelt Franken-Kabarett?

Bild Nürnberg, 08.10.2014
Ingo Appelt moderierte gestern Nacht zum ersten Mal „Kabarett aus Franken “
Seit 14 Jahren zeigt der BR die Kult-Sendung “Kaberett aus Franken”. Ab morgen, 21 Uhr, mit neuem Moderator: Comedian Ingo Appelt (46). Er löst Bernd Händel ab. BILD hat seine erste Sendung schon gesehen. Mit Tempo, Witz und Energie startete er und schwärmte: “Ich liebe Franken!” Hintergrund: Appelt stammt aus Essen, wuchs in Würzburg auf. Er schoss scharf: “Die Bundeswehrhubschrauber sind im gleichen desolaten Zustand wie der Club.” Trotzdem: Sein böser Humor blieb aus.

Kabarett aus Franken: Appelt macht mehr Rambazamba

www.infranken.de | Von Nikolas Pelke | 08.10.2014
Weniger Fasching, mehr Punkrock: Ingo Appelt verleiht dem „Kabarett aus Franken “ als neuer Moderator mehr Tempo und mehr Action. Vor der Show muss das selbst ernannte Enfant terrible aber zunächst einmal das Eis brechen. Schließlich brauchen die Franken für gute Laune a weng Anlaufzeit.
Dienstagabend, kurz vor halb acht. Die Tolle sitzt, die Gäste auch – die Show könnte eigentlich beginnen. Aber irgendwas passt dem Appelt noch nicht, als er im dunklen Camouflage-Anzug und mit geföhntem Scheitel vor den vielen Kameras im Studio Franken steht. Genau, die Stimmung der Gäste ist nicht überirdisch, sondern normal fränkisch.
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Aus Franken für alle

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Neustart der BR-Kabarettsendung mit großem Ziel

Nürnberger Nachrichten | Von Hans-Peter Kastenhuber | 9. Oktober 2014
Nürnberg – Ingo Appelt, das böse Ruhrpott-Schandmaul, tritt als neuer Moderator von „Kabarett aus Franken “ an – und schlägt sich überraschend gut.
Kann das gehen? Ingo Appelt, der Mann mit der mephistophelischen Stirnlocke, das böse Ruhrpott-Schandmaul als Moderator von „Kabarett aus Franken “? Heute Abend kann man sich ab 21 Uhr im Bayerischen Fernsehen davon überzeugen: Doch das geht. Der Personalwechsel tut der seit 14 Jahren ausgestrahlten Sendung sogar recht gut.
Die Haartolle ist seit einiger Zeit nicht mehr fies und gelgetränkt auf die Stirn geklatscht. Ingo Appelt trägt sein Markenzeichen jetzt angeföhnt, luftig-locker. Der Abschied vom Image des Tabuverletzers und bösen Buben der deutschen Comedy-Szene schlug sich auch in der Frisur nieder.
Ingo Appelt hat sich ein wenig neu erfunden. 25 Jahre ist er jetzt im Geschäft, da muss man nicht mehr jede Grenze des guten Geschmacks einreißen. Zumal das die Fernsehkarriere des Mannes aus Essen, der als Jugendlicher 15 Jahre in Würzburg lebte, auch nicht wirklich vorangebracht hat. Appelt kickt keine Kinderpuppen mehr durch die Luft und ätzt nicht mehr aasig lachend durch die Spott-Schutzzonen. Er ist milder geworden. Und schimpft über die neue Milde in der Rockmusik. Darüber, dass im Radio ständig Liedchen der Band mit dem gefährlich klingenden Namen Revolverheld laufen, in denen einer höchst ungefährlich trällert.: “Ich lass für dich das Licht an, obwohl’s mir zu hell ist.”
Allzu groß war das Risiko also nicht mehr, Appelt als Nachfolger der fränkischen Witzererzähler Bernd Händel und Norbert Neugirg mit der Moderation von „Kabarett aus Franken “ zu engagieren. Und welche Absicht der BR mit seiner Verpflichtung verband, verriet der Comedian nach der Aufzeichnung der ersten Sendung selbst. Weil die dritten Fernsehprogramme inzwischen bundesweit ums Publikum buhlen, “soll es weggehen vom provinziellen Pingpong: Oberpfälzer gegen Franken, Franken gegen Oberpfälzer”.
Fürs Lokalkolorit ist erst mal Michl Müller zuständig – als Sidekick an der Studiobar. Ob das eine Dauerlösung sein wird, weiß noch nicht mal Appelt. Das einheimische Publikum, das den Bad Kissinger mit dem “Dreggsagg”-T-Shirt heiß und innig liebt, würde es vermutlich freuen. Ob Geschichten vom Kaffeeaufguss durch die Damen-Feinstrumpfhose, der nur im Urlaub in der “Domrep” zum Genuss führt und daheim “zu nix, weil das Ambiente fehlt”, allerdings überregional für Quote sorgen werden, weiß man nicht.

Explosive Choleriker-Bombe

Einfach dürfte dieses Ziel ohnehin nicht zu erreichen sein. Auf sämtlichen Fernsehkanälen laufen Kabarett- und Comedy-Formate. Leute wie Hans-Joachim Heist, besser bekannt als Gernot Hassknecht, sind keine Neuentdeckung mehr. Obwohl die kleine Choleriker-Bombe es imnmer noch schafft, einen mit seinen Brüll-Tiraden aus dem Sessel zu heben. Hassobjekte gibt es genug. Zum Beispiel die Schlankheits- und Sportfanatiker. “Die rennen 40 Jahre durch den Parkm, nur um am Ende in einen kleineren Sarg zu passen.”
Auch Wolfgang Krebs kennt man bestens. Als geniales Beckstein-, Stoiber- und Seehofer-Double. An seine neue Rolle als Markus Söder muss man sich noch gewöhnen. Trotzdem ist es kabarettistisch das Feinste, was zum Auftakt der neuen Staffel zu sehen ist. Als finanzberatenden Außendienst-Hallodri bringt Krebs den Finanzminister auf die Bühne. Breitbeinig, halbstark grinsend und mit den Handballen immer wieder in Schrittnähe die Hose lupfend. Dauerpotente Selbstvergewisserung. Der Rest ist schnelles Mundwerk. “Erstens und achtens natürlich auch.”
Das Söder-Original sah sich das bei der Aufzeichnung aus der ersten Reihe aus an. Zufrieden? Söder glaubt, dass da noch mehr geht. Nicht nur beim Double. “Man kann sich ja noch gemeinsam entwickeln.” Krebs wird’s recht sein. Für ihn sind Politiker-Parodien ohnehin ein behutsamer Prozess. “Man muss sich die Wahrheit wie einen Mantel anziehen:”
Dabei möchte man Krebs gerne wieder mal zuschauen. Wogegen man von den flachen Kalauern der als Dauereinrichtung geplanten Internet-Kunstfigur Bembers schon nach dem ersten Mal genug hat.