Ingo über…
…seine neue Frisur:
„Ich hatte den [Bürzel] nur mal für ‘ne Sendung weggemacht, und da hieß es plötzlich: ‚Das siacht viel besser ouss wia diesa Teufelsfrisur, des muasst du so lossen!’ Und wenn selbst der Michael Mittermeier das sagt, dann ist wohl was dran. Also ist der Bürzel jetzt weg, und ich gelte plötzlich als ganz liebevoller Mensch. Aber wenn ich den Mund aufmache, kommen immer noch die fiesen Kröten raus. Das ist so bitter!“
> Der Westen
…Männer:
„Als Mann hat man ja heute wenig Möglichkeiten: Entweder bist du zu Hause ‚Hartzvierempfängervollidiotarschlochdepp’ oder der Superheld. Dazwischen gibt es nichts mehr.“
> Der Westen
…das „Ficken“-Schild:
„Das „Ficken”-Schild habe ich auch nicht erfunden. Damit hat eine feministische Aktivistin angefangen, die rannte damit 1972 durch die NDR-Talkshow. Aber wenn ich solche Sachen mache, beschwert sich prompt der CSU-Landesfrauenverband.“
> Der Westen
…seinen Namensvetter, den österreichischen Bob-Fahrer:
„Ja mei, mit diesem Namensvetter, dem Ingo Appelt aus dem Stubaital, muss ich wohl leben. Da war ich übrigens mit 17 tatsächlich mal zum Skifahren und habe mir ausgerechnet in dessen Laden Skier ausgeliehen. Der Typ hinter der Theke guckt auf meinen Ausweis: ‚Eh, der heißt genau wie der Chef.’ Ja, und direkt danach bin ich berühmt geworden.“
> Der Westen
…seine Arbeitsweise:
„Das Programm selbst habe ich nie wirklich geschrieben. Ich bin eher jemand, der sich die Dinge ausdenkt und einfach ausspricht. Ich liebe Improvisation. Das was gut ist, das behalte ich bei, Anderes tausche ich wieder aus. Vieles entsteht mit dem Publikum. So verändert sich das Programm fast täglich.“
> Dresden Inside
…seine Anfänge als gewerkschaftlich organisierter Maschinenschlosser:
„Tatsächlich hatte ich meine ersten großen Auftritte auf Gewerkschaftsveranstaltungen. Ich versuchte damals noch als Funktionär relativ ernst über gesellschaftliche Themen zu sprechen. Das Problem war, die Leute haben gelacht. Man hat mich einfach nicht ernst genommen. Da habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und bin Komiker geworden.“
> Dresden Inside
…alternative Berufsvorstellungen:
„Eigentlich wollte ich Politiker werden. Aber da hat man das Problem, dass man irgendwelchen Sachzwängen unterworfen ist und auch dann wahrhaftig sein muss, wenn eigentlich alles gelogen ist. Und das mit dem lügen bekomme ich nicht so richtig hin.“
> Dresden Inside
…die Grenzen des Humors:
„Grundsätzlich gibt es keine Grenzen. An die Grenze gehen ist eigentlich nur ein Spielchen. So lange das Publikum mitlacht ist es auf deiner Seite. Einen guten Witz kann jeder erzählen. Aber einen schlechten Witz gut zu bringen, das können die Wenigsten.“
> Dresden Inside
…Vorbilder:
„Chris Rock und Eddie Murphy – die waren trotz aller Albernheiten auch immer sehr politisch. Und das Schöne an der Comedy ist, man muss sich nicht verbiegen, nicht lügen. Es gibt nämlich weder Politiker- noch Wählerverachtung.“
> Berliner Morgenpost
…den Sinn des Lebens:
„Der Sinn des Lebens liegt darin, dass es keinen Sinn gibt.“
> politik-digital.de
…Karl Dall:
„Ich liebe Dinosaurier, aber sie können mich nicht mehr erschrecken!“
> politik-digital.de
…Moral und Tabus:
„Ich denke ich nicht, dass ich Witze ‚über’ jemanden mache, sondern vielmehr ‚mit’ jemandem. Ich habe eine Menge Rollstuhlfahrer im Publikum, die sich immer sehr über die Schäuble-Witze freuen. Vom Ansatz her gibt es für mich erstmal kein Tabu. Ich versuche, ein Tabu zu brechen, aber so, dass es nicht ganz so weh tut. Idealerweise hat es dann auch was Befreiendes. Sei es das Thema Tod, Behinderung oder Peinlichkeiten. Wir haben schließlich alle vor nichts so viel Angst, wie vor dem eigenen Versagen. Und darüber rede ich am allerliebsten.“
> Westdeutsche Zeitung
…seine politischen Präferenzen:
„SPD. Ich bin Sozi durch und durch. Das kann ich auch nicht mehr ändern. Selbst wenn wir gemeinsam untergehen.“
> Westdeutsche Zeitung
